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Schweiz

Hauptstadt
Bern
 
Fläche
41.285 km²
 
Bevölkerung
7.264.000
 
pro km²
176 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
18.01.2020
19:10
 
 
+
»
 

Geschichte

Das Gemeindegebiet von Arconciel war schon sehr früh besiedelt. Das bedeutendste Fundstück ist ein Rixheim-Schwert, das während der Bronzezeit benutzt und auf die Zeit um 1200 vor Christus datiert wurde. Ferner wurden auch Überreste von zwei römischen Gutshöfen und ein römisches Gräberfeld aus dem 1. bis 4. Jahrhundert entdeckt.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1082 unter dem Namen castrum Arconciacum. Später erschienen zahlreiche weitere Schreibweisen: Arcuncie und Arcunciei (1146), Arguncie (1251), Arcontie (1264), Arconcye, Arkontie (1270), Alconcie (1286), Arconcier (1368), Arconciez (1445) und Arcanciel (1755). Die deutsche Version ist 1236 erstmals als Erchunzacho und Erchunzach belegt, Ergenzach ist seit 1578 überliefert. Der Ortsname geht vermutlich auf den gallorömischen Personennamen Archont(i)us zurück.

Arconciel bildete seit dem 11. Jahrhundert eine wichtige Herrschaft, zu der mit Farvagny, Corpataux, Magnedens, Ecuvillens, Sales und Treyvaux Gebiete beidseits des Saanegrabens gehörten. Der Saaneübergang bei Arconciel wurde durch zwei Burgen (Arconciel und Illens) kontrolliert, die sich auf gegenüberliegenden, von der Saane umflossenen Felsvorsprüngen befanden. Die Herrschaft Arconciel gehörte ab 1143 einer Seitenlinie der Grafen von Neuenburg; 1251 kam sie unter die Oberhoheit der Grafen von Savoyen.

Um die Burg Arconciel entstand zu Beginn des 12. Jahrhunderts eine Siedlung, die sich allmählich zu einem Marktflecken entwickelte. Sie erlebte ihre Blütezeit im 13. Jahrhundert und wurde 1271 unter den Savoyern mit dem Stadtrecht ausgestattet. Ab etwa 1300 kam es durch Kauf und Erbfolgen zu zahlreichen Besitzerwechseln. Verschiedene kriegerische Auseinandersetzungen hatten den langsamen Niedergang des Städtchens zur Folge. Die Burg verfiel schon in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts zur Ruine, das Städtchen wurde 1450 aufgegeben. Das Bauerndorf Arconciel wurde darauf an der heutigen Stelle neugegründet.

Die Herrschaft Arconciel, deren Mittelpunkt fortan die Burg Illens bildete, wurde während der Burgunderkriege 1475 von Bern und Freiburg erobert und schliesslich 1484 aufgehoben. Dabei wurden Arconciel, Senèdes und Ecuvillens der Freiburger Alten Landschaft einverleibt, der Rest in der Vogtei Illens zusammengefasst.

Nach dem Zusammenbruch des Ancien régime (1798) gehörte Arconciel während der Helvetik zunächst zum Distrikt La Roche und ab 1803 zum Bezirk Freiburg, bevor es 1848 mit der neuen Kantonsverfassung in den Saanebezirk eingegliedert wurde.

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