Flagge von Dänemark

Dänemark

Hauptstadt
Kopenhagen
 
Fläche
43.094 km²
 
Bevölkerung
5.446.000
 
pro km²
126 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
07.04.2020
00:18
 
 
+
»
 

Geschichte

Der Ort an der Mündung der Au, worauf der Name hinweist, ist seit der Wikingerzeit besiedelt. Die heutige Großstadt ist bereits bei der ersten Erwähnung 948 Bischofssitz (Bistum Ã…rhus Bischöfe), obwohl sich Harald Blauzahn erst 960 taufen lässt. 965 und 988 taucht der Name wiederum in deutschen Dokumenten auf. Die Wikinger, die nach archäologischen Befunden die 4 ha große Siedlung gegen 900 gründen und wie die älteren Orte Haithabu, Ribe und Birka mit einem Wall umgeben, hinterlassen im Stadtgebiet sechs Runensteine. 1050 greift der Norweger-König Harald HardrÃ¥da die Stadt an. Die Stadt wird 1060 erneut Bischofssitz, und 1070 wird in der schnell wachsenden Ortschaft der Dom bereits außerhalb des Walls in der neuen Vorstadt errichtet. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts entsteht nördlich des alten Walls die nächste Vorstadt und die St. Olufs Kirche. Als 1191 Peder Vagnsen Bischof von Ã…rhus wird, leitet dies eine neue Entwicklung ein, und 1203 wird mit dem Bau des heutigen Doms begonnen. Der alte Dom wird niedergerissen, an seiner Stelle entsteht 1235 die Frue Kirke und ein Kloster der Dominikaner. 1477 wird der erste Wallabschnitt für neue Bauten geschliffen. Im 16. und 17. Jahrhundert ist Ã…rhus eine regional recht bedeutende Seehandelsstadt, die im Gesamtstaat unter der dänischen Krone jedoch weit hinter Städten wie Kopenhagen, Flensburg und dem im 17. Jahrhundert gegründeten Altona zurückstand.

Erst Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Stadt sich zum Mittelpunkt des neuen Chausse- und Eisenbahnnetzes entwickelt, wird Ã…rhus zur größten Stadt in Jütland und überflügelt bald die Konkurrenten Randers und Aalborg. Der Verlust der Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg und damit der wirtschaftlichen Zentren im Süden des bisherigen Gesamtstaats stärkt die Position der Stadt innerhalb Dänemarks.

Das schnelle Wachstum setzt sich im 20. Jahrhundert fort, und Ã…rhus entwickelt sich zur Großstadt. 1928 erhält sie die Universität Ã…rhus, die zweite überhaupt in Dänemark. Die Stadt ist außerdem Sitz der Handelshochschule Ã…rhus, der Architekturschule Ã…rhus, des Musikkonservatorium Ã…rhus, der Schauspielschule am Theater Aarhus sowie der Dramatikerschule am Theater Aarhus, und ist heute unbestritten das Zentrum Jütlands, obwohl sie über das 2007 aufzulösende Amt Ã…rhus hinaus niemals Verwaltungszentrum war.

Basierend auf dem Artikel Ã…rhus der freien Enzyklopädie Wikipedia unter der GNU Free Documentation License.
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