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Schweiz

Hauptstadt
Bern
 
Fläche
41.285 km²
 
Bevölkerung
7.264.000
 
pro km²
176 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
24.01.2020
12:47
 
 
+
»
 

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Benzenschwil erfolgte im Jahr 1189. Der Ortsname leitet sich vom alamannischen Penziswile, was «Hofsiedlung des Penzin» (oder Penzo) bedeutet. Während des Mittelalters herrschten die Herren von Hünenberg über Mühlau und übten sowohl die niedere wie auch die hohe Gerichtsbarkeit aus. Bedeutende Grundherren waren ausserdem die Klöster Muri und Frauenthal. Nach der Schlacht bei Sempach im Jahr 1386 - die Hünenberger hatten auf Seiten der unterlegenen Habsburger gekämpft - stieg die Stadt Luzern zur vorherrschenden Macht in der Region auf.

Die Bewohner von Benzenschwil, Merenschwand und Mühlau kauften sich 1394 von den Hünenbergern los und unterstellten sich freiwillig der Herrschaft Luzerns. Sie waren zwar nicht gleichberechtigt mit den Stadtbürgern, besassen aber mehr Rechte als die übrigen Luzerner Untertanen; so durften sie die Richter und Untervögte selbst wählen und genossen Steuerprivilegien. 1415 eroberten die Luzerner das benachbarte habsburgische Amt Meienberg; dieses mussten sie jedoch 1425 an den gemeinsamen Besitz der Eidgenossen zurückgeben. Das Gebiet um Merenschwand war wieder eine luzernische Exklave, getrennt durch die Gemeine Herrschaft der Freien Ämter. 1426 war erstmals von einem Amt Merenschwand die Rede.

Im März 1798 marschierten die Franzosen in die Schweiz ein und riefen die Helvetische Republik aus. Das Amt Merenschwand war nun eine Exklave des Distrikts Hochdorf im Kanton Luzern. Im Oktober 1802 schloss sich das Amt Merenschwand eigenmächtig dem Kanton Zug an, bis dann Napoléon Bonaparte im Februar 1803 den Anschluss an den Kanton Aargau verfügte. Die Grossgemeinde hatte nicht lange Bestand und zerfiel: Mühlau trennte sich im Jahr 1810, Benzenschwil folgte 1813 und ist seither eine eigenständige Gemeinde.

Zwei Dorfbrände in den Jahren 1799 und 1803 zerstörten 13 bzw. 19 Haushaltungen. Am 1. Dezember 1881 erfolgte die Eröffnung der dritten Etappe der Aargauischen Südbahn zwischen Muri und Rotkreuz; Benzenschwil erhielt eine Bahnstation. Trotz des Bahnanschlusses stieg die Bevölkerungszahl während des 20. Jahrhunderts nur leicht an und wies in den 1970er Jahren sogar eine rückläufige Tendenz auf. Seit 1980 hat sie jedoch um fast die Hälfte zugenommen.

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