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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
26.02.2021
00:44
 
 
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Geschichte

Das Judentum in Hamburg begründet sich auf die Ansiedlung von sephardisch-jüdischen Portugiesen aus Antwerpen um 1577. Im Kerngebiet Eimsbüttel war vor der Zerstörung der jüdischen Gemeinde durch die Nationalsozialisten das Zentrum jüdischen Lebens in der Stadt vor allen in den Stadtteilen Harvestehude und Rotherbaum (speziell: am Grindel). Grund waren mehrere Synagogen, am bekanntesten waren die Neue Dammtor-Synagoge (1895) , die Bornplatzsynagoge (1906) und die Synagoge an der Oberstraße (1931). Heute noch erkennbar, sind die Alte und Neue Klaus Synagoge im Hinterhof Rutschbahn 11 und die Portugiesische Synagoge Innocentiastraße 37.

Daneben entstanden Einrichtungen wie die Talmud-Tora-Schule am Grindelhof und das Deutsch-Israelitische Waiseninstitut am Papendamm. In den heutigen Kammerspielen in der Hartungstraße 9-11 hatte bis zu seiner Liquidierung 1942 das Jüdische Gemeinschaftsheim, die Jüdsiche Loge und der sehr aktive Jüdische Kulturbund seinen Sitz.

1933, zum Zeitpunkt der Machtübergabe an die Nationalsozialisten, lebten ca. 24.000 Angehörige jüdischer Gemeinden im Grindelviertel. Während der Reichspogromnacht 1938 wurden einige Synagogen und Gemeindeeinrichtungen zerstört oder auf sonstige Art ihrer bestimmungsgemässen Nutzung entzogen. Die Synagoge am Bornplatz wurde in Brand gesetzt und abgetragen. Anschließend wurde der Bunker errichtet. Der letzte Synagogen-Bau in Vorkriegdeutschland, die Synagoge an der Oberstraße, wurde 1940 zwangsweise an die Stadt verkauft.
Ab 1941 wurden die verbliebenen Juden, soweit ihnen nicht die Flucht gelungen war, nach Osteuropa deportiert und dort ermordet. Sammelpunkt für die Deportationen war der heutige Platz der Jüdischen Deportierten an der Moorweidenstraße neben dem westlichen Seitenflügel der Universität.

Basierend auf dem Artikel Bezirk Hamburg-Eimsbüttel der freien Enzyklopädie Wikipedia unter der GNU Free Documentation License.
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