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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
19.05.2024
16:24
 
 
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Geschichte

Blumberg war seit etwa 1237 Tafelgut der Brandenburger Bischöfe und sollte im Verlauf der weiteren Besiedlung städtische Funktionen übernehmen. Darauf verweist die Bezeichnung Oppidum in alten Urkunden, daraus wird bald oppidulo, eine Verkleinerungsform von oppidum. Der Ortsname taucht 1253 zum ersten Mal in einer der Urkunden zur Stadt Frankfurt (Oder) auf. In dieser Urkunde wird ein Theodericus von Blumenberch genannt, der Bevollmächtigter der Brandenburger war und wohl mit der Besiedlung des Blumberger Tafelguts beauftragt war.

Blumberg blieb bis ins 16. Jahrhundert im Besitz der Bischöfe von Brandenburg. Noch vor der durch die Einführung der Reformation in Brandenburg und damit der drohenden Säkularisation ihres Besitzes in Blumberg veräußerten sie ihn. Blumberg kam in den Besitz des Kurfürsten, der ihn jedoch sehr bald an Hans von Krummensee weiter verkaufte. Blumberg wird nur noch "stediken", später "flegken" oder "Rittergut" genannt. Seine weitere Entwicklung als Stadt war damit abgebrochen bzw. verhindert.

Hans von Krummensee verkaufte 1602 den Ort allerdings schon wieder an den brandenburg-kurfürstlichen Kanzler Hans von Löben, der dort ein Jahr später ein Schloss erbaute. Der Ort litt sehr unter dem Dreißigjährigen Krieg. Ab 1654 verwaltete die Witwe des Kanzlers und danach ihre Tochter Margarete Catharina den Ort. Ihre Bilder sind in der Kirche zu sehen. Teile des Ortes und das Schloss wurden am 21. März 1695 Opfer eines Großbrandes, die Kirche blieb unbeschädigt, nicht jedoch das daneben stehende Pfarrhaus. In der Folgezeit vererbte Margarete Catharina den Ort an ihren Enkel, den bekannten Diplomat und Dichter Freiherr von Canitz.

1836 erwarb Graf Friedrich Ludwig von Arnim (Boitzenburger Linie) den Ort. Er ließ das Vorgängerschloß nach den Plänen Schinkels oder eher Stülers umbauen, ebenso ließ er den bereits aus dem 17. Jh. stammenden Park nach Plänen Lennés umgestalten. Das Schloß wurde zuletzt 1910 im englischen Landhausstil umgebaut.

In den 1930er Jahren kam das Schloß und sein Parkgelände in den Besitz der Nazis. Es diente bis 1944 dem NSV-Reichsseminar, wurde dann von der Wehrmacht genutzt, was schließlich nach dem Einzug der Roten Armee am 20./21. April 1945 sein Ende bedeutete. Es wurde zerstört und dann auch abgerissen.

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