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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
16.12.2019
09:40
 
 
+
»
 

Geschichte

Das Gebiet um den heutigen Ort Brauweiler war nachweislich in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts im Besitz des lothringischen Pfalzgrafen Hermann I. (Pusillus). Er ließ hier ein verfallenes älteres Hofgut zusammen mit einer dem heiligen Medardus geweihten Kapelle wieder aufbauen. Um 991 heiratete sein Sohn und späterer Nachfolger Ezzo Mathilde, die dritte Tochter des deutschen Kaisers Otto II. (HRR) und überreichte ihr das Anwesen als Morgengabe. Beide stifteten im Jahre 1024 die Benediktinerabtei Abtei Brauweiler. Die Geschichte des Geschlechts der Ezzonen nimmt in ihrem Titel Bezug auf die Gründung der Abtei: fundatio monasterii Brunwilarensis.

Für den Namen Brauweiler fanden sich im Mittelalter verschiedene Formen: Brunivilare (1052), Brunwillre (1050 - 12. Jahrhundert), Bruwillarium (1052), Brunwillere (um 1095). Das Wort -weiler lässt sich von dem lateinischen Wort villare ableiten.

Seit dem Mittelalter gehörte Brauweiler zum kurkölnischen Amt Königsdorf. 1670 bestand der Ort aus 27 kleineren Bauernhöfen und einem großen Hof, der im Besitz der Abtei Brauweiler war. Im 18. Jahrhundert hatte Brauweiler 246 Einwohner. 1794 wurde der Ort von französischen Truppen besetzt. Es entstand die Mairie Freimersdorf, zu der auch Brauweiler gehörte. Seit 1816 gehörte Brauweiler zum preußischen Landkreis Köln. Brauweiler wurde eine eigene Gemeinde in der Bürgermeisterei Freimersdorf. Seit 1855 befand sich das Amtslokal in Brauweiler.

Von 1920 an bis in die 1950er Jahre dienten Gebäude der Abtei Brauweiler als Gefängnis, in dem unter anderem Konrad Adenauer inhaftiert wurde.

1927 wurde die Bürgermeisterei Freimersdorf in Amt Freimersdorf umbenannt. 1928 erfolgte die Umbenennung des Amtes Freimersdorf in Amt Brauweiler. Im gleichen Jahr wurde östlich von Brauweiler eine Umspannanlage des Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerkes (RWE) für die Nord-Süd-Leitung errichtet.

Im Jahre 1934 wurden die Ämter Brauweiler und Lövenich zusammengeschlossen, die neue Verwaltungseinheit hieß nun Amt Weiden. 1951 schied Brauweiler aus dem Amt Weiden wieder aus und bildete eine amtsfreie Gemeinde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine zunächst zögernde und seit 1961 verstärkte Bautätigkeit ein, so dass Brauweiler und Dansweiler eine räumliche Einheit bildeten.
Seit der Kreisneugliederung durch das Köln-Gesetz zum 1. Januar 1975 ist Brauweiler Ortsteil der Stadt Pulheim.

Basierend auf dem Artikel Brauweiler (Pulheim) der freien Enzyklopädie Wikipedia unter der GNU Free Documentation License.
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