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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
18.07.2024
21:34
 
 
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»
 

Geschichte

Der Ursprung der Stadt Diepholz geht auf die Edelherren de Thefholte zurück, die im 10./11. Jahrhundert in der Umgebung eine Wasserburg errichteten. Rasch entstand eine Siedlung im Schutze der Burg, der Name wandelte sich von Thefholte über Deefholt zu Diepholz.
1380 verlieh Johann III. von Diepholz seinen Bürgern das Osnabrücker Stadtrecht.
Im Jahr 1531 nahmen die Diepholzer Herrscher den Grafentitel an, nachdem sie die Lehnshoheit der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg angenommen hatten. Das Geschlecht, welches den Diepholzer Grafen gestellt hatte, starb 1585 aus. Deshalb fiel das Gebiet an das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg. Nicht jedoch das Amt Auburg, welches die Diepholzer Grafen schon 1523 den Landgrafen von Hessen-Kassel als Lehen aufgetragen hatten. Im 18. und 19. Jahrhundert bildete Diepholz zusammen mit Hoya eine Provinz des Kurfürstentums Hannover, später Königreichs Hannover.

Bis zum Tod des letzten Grafen war die Burg die Residenz der Edelherren. Der 43 m hohe Schlossturm ist bis heute erhalten geblieben. Erbaut im 12. Jahrhundert, wurde sie im Dreißigjährigen Krieg teilweise zerstört und später durch Herzog Christian-Ludwig von Lüneburg-Celle wieder aufgebaut.
Seit 1852 ist die Anlage Sitz des Amtsgerichts.

Ebenfalls von besonderer geschichtlicher Bedeutung ist die Münte als ehemalige gräfliche Münzstätte.

Es ist nicht gesichert, ob die Münzstätte der Edelherren und später selbst ernannten Grafen von Diepholz auch da gestanden hat, wo heute das "Münte" genannte Gebäude steht. Sicher ist nur, dass Münzen mit dem Wappen und dem Namen der Grafen von Diepholz geprägt worden sind. Solche Münzen sind noch heute in Münzsammlungen zu finden. Sie tragen das Wappen von Diepholz und nennen den Namen des Grafen sowie ihre Herkunft mit MONETA DEPHOLT oder MONETA WESTER (eine Nebenmünzstätte in Wester-Drebber, dem heutigen Mariendrebber).

Die Prägung beginnt im ersten Drittel des 14. Jahrhunderts, als Hohlpfennige aus Bremen nachgeahmt wurden. Ab der Mitte des 14. Jahrhundert werden Sware geprägt, die Münzen der Bischöfe von Münster zum Vorbild haben. In einer zweiten Prägeperiode werden dann Münzen aus Sachsen, Böhmen und der Witte des Wendischen Münzvereins nachgeahmt. Diese Prägeperiode beginnt etwa um das Jahr 1490, sie endet etwa im Jahr 1530, als der angestellte Münzmeister Lambert Vlemynck Diepholz wieder verlässt.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt mehrfach Ziel alliierter Bombenangriffe.
Nach dem Krieg war ein starkes Bevölkerungswachstum der Stadt zu verzeichnen, da viele Vertriebene aus den ehemaligen Ostgebieten Deutschlands hier angesiedelt wurden.

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