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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
23.09.2019
11:01
 
 
+
»
 

Geschichte

Die geschichtlichen Aufzeichnungen über Gramschatz sind sehr lückenhaft. Bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts ist fast gar nichts bekannt, und auch später findet man nicht besonders viel. Die Ursache dafür liegt wahrscheinlich in der, durch den umschließenden Wald, abgeschiedenen Lage des Ortes. Eine Ortschronik gibt es erst seit 1871 mit mittlerweile fünf Urkunden (1871, 1927, 1946, 1959, 1985)

Die Gegend von Gramschatz war wahrscheinlich schon zur Zeit der Kelten bewohnt.
Die eigentlichen Gründer des Ortes waren die Hermunduren, die während der Völkerwanderung von den Waren verdrängt wurden. Nach 496 war die Gegend Frankengebiet.

Der Ort wurde am 20. Januar 772 als Cramphesnesta (Bedeutung: Krumme Schneise bzw. krummer Weg) erstmals in einer Schenkungsurkunde des Mönchs Alwalah an sein Kloster Fulda erwähnt.

Der Name entwickelt sich über Gramphisneit (1248), Cramseneite (1264), Krameneit, Cramsneyt (1330-1466), Kramschneit (1350), Cramschnitt (1559) bis Gramschatz (1661, 1697) hin

Im Jahr 1400 fand am Cyriakustag (8. August) in Bergtheim eine Schlacht statt, bei der auch Gramschatz durch die Reiter des Fürstbischofs behelligt wurde.
1524/25 beteiligten sich die Gramschatzer Bauern am Bauernkrieg und verbünden sich mit den Arnsteiner Mitstreitern.
1595 gab es durch langanhaltenden Regen eine große Überschwemmung.

Die Pest brach 1611 in Gramschatz aus und kostete 112 Einwohnern das Leben.

1618-1648 wütete der Dreißigjährige Krieg auch in Gramschatz. Am Ende des Krieges war das Dorf zerstört und nur 8 Einwohner überlebten.

Gramschatz wurde 1697 eine eigene Pfarrei. Zuvor war es nur eine Filiale von Retzstadt. In der alten Kirche befand sich ein Riemenschneider-Gnadenaltar (1510), der 1863 allerdings an das Welfenmuseum in Hannover verkauft wurde.

1731 wurde mit dem Bau der heutigen Pfarrkirche begonnen. Die Barock-/Rokokokirche gilt als die schönste Kirche zwischen Würzburg und dem Kreuzberg. In ihr befinden sich u.a. Werke von den Hofbildhauern Johann Wolfgang von der Auvera und Peter Wagner und Gemälde des Tiepologehilfen Andreas Urlaub.
Die Würzburger Straße wurde 1836/37 gebaut.
1865 und 1870 brach das Scharlachfieber aus. 1870 starben 12 Kinder daran.

Im selben Zeitraum beschäftigte man sich auch mit der Planung und Durchführung einer Verbindungsstraße nach Binsbach. 1910 wurde die erste Wasserleitung gebaut.
Elektrischen Strom gab es ab 1925 in Gramschatz. 1954/57 wurde die Flurbereinigung durchgeführt.

1959 gab es im Ort 35 Traktoren, 10 Personenwagen, 9 Motorroller, 24 Mopeds, 26 Getreideselbstbinder, 5 Anbau-Sä-Hack- und Pflegemaschinen, 4 Motor-Sä-Hack- und Pflegemaschinen, 4 Dungauflader, 2 Vollerntemaschinen für Zuckerrüben und 1 Einmanndrescher. Seit 1978 gehört Gramschatz zur Gemeinde Rimpar.

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