Flagge von Russland

Russland

Hauptstadt
Moskau
 
Fläche
17.075.400 km²
 
Bevölkerung
142.537.000
 
pro km²
8 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
15.04.2024
23:44
 
 
+
»
 

Geschichte

Der Ortsname entwickelte sich über Tapiow (1255 ) und castrum Tapiow, quod Prutheni nominant Surgurbi (Dusburg, 1326) zur endgültig deutschen Bezeichnung Tapiau, die seit 1684 nachgewiesen ist. Dieser Name ist abgeleitet aus den prußischen Wörtern „tape, teplu, toplu, tapis“ = warm, „tape“ = Wärme, Temperatur und „sur garbis“ = um den Berg herum.

Die zwischen Deime und Pregel 1280–1290 erbaute Burg sollte das Samland vor den Nadrauern und Schalauern schützen. Vor allem aber vor den Litauern. 1385 wurde hier Witold/Vytautas getauft, der Sohn des litauischen Kronanwärters Kynstut/ Kestutis. Vytautas errichtete zusammen mit seinem Vetter Jogaila/ Jagiello die polnisch-litauische Union (Personalunion). Nach der Verlegung des Ordenshochsitzes übernahm Tapiau die Ordensbibliothek sowie das Archiv.

1351 wurde ein Schloß des Deutschen Ordens erbaut, in dem der Hochmeister des Deutschen Ordens und Herzog von Preußen, Herzog Albrecht von Brandenburg-Ansbach, zeitweise residierte und schließlich 1568 starb. 1794 wurde das Schloss zu einer Landarmen- und Besserungsanstalt. Friedrich Wilhelm II. erließ für alle derartige Anstalten in der Provinz Ostpreußen ein 207 Paragraphen umfassendes Reglement.

Die Stadtrechte erhielt Tapiau 1722. Lovis Corinth, der berühmteste Sohn dieser Stadt malte für die evangelische Pfarrkirche das Altargemälde „Golgatha“.

1895 umfasste die Stadt ein Postamt zweiter Klasse, Telegraph, Warendepot der Reichsbank, Gärtnerlehranstalt mit Obstweinfabrik, Provinzial-Besserungs- und Landarmenanstalt, Biskuit- und Zuckerfabrik,
Dampfschneide- und Mahlmühlen, Brauereien, Schifffahrt, Handel mit Holz, Steinen, Getreide, Butter und Käse. In der Besserungsanstalt werden Decken, grobes Tuch (Want), Baumwollzeug(Nessel), Strohmatten und Fischernetze angefertigt.

Von 1818 bis 1945 gehörte die Stadt zum Landkreis Wehlau.

1943 wurde das oben genannte Schloss zum Lazarett der Deutschen umfunktioniert.

Am 25. Januar 1945 wurde Tapiau von der Roten Armee eingenommen. Als eine der wenigen Städte Nordostpreußens überstand Tapiau den Zweiten Weltkrieg ohne größere Schäden und ist auch heute vergleichsweise gut erhalten.

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