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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
03.04.2020
10:26
 
 
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Geschichte

Hailfingen liegt in der altbesiedelten Landschaft des Oberen Gäus. Seit den Forschungen durch Hermann Stoll in den 1930er Jahren ist Hailfingen als Fundort eines alamannischen Gräberfeldes bekannt. Es war dies eines der ersten Gräberfelder der Merowingerzeit, das fast vollständig freigelegt wurde. Darüber hinaus liegen von der Gemarkung aber auch Funde der Linearbandkeramik und der Hallstattzeit vor.

Zwischen Hailfingen und Tailfingen bestand von 1937 bis 1945 ein „Nachtjägerflugplatz“, für dessen Bau und Instandhaltung sowjetische Kriegsgefangene und griechische Zwangsarbeiter beschäftigt wurden. 1944 wurde hier eine Außenstelle des elsässischen KZ Natzweiler-Struthof eingerichtet, und weitere 600 vorwiegend jüdische KZ-Häftlinge mussten in den umliegenden Steinbrüchen sowie beim Bau einer Startbahn Zwangsarbeiten verrichten. Im Rahmen dieser Vernichtung durch Arbeit wurden in diesem Lager etwa 350 Menschen ermordet. Ungefähr 72 davon sind seit dem 2. Juni 1945 auf dem Tailfinger Friedhof bestattet, eine Gedenkstätte fehlt jedoch bis heute. Daher ist das KZ-Außenlager Hailfingen-Tailfingen im öffentlichen Bewusstsein nur wenig präsent. Es gibt jedoch eine Informationstafel, die die Vorgänge in diesem Zwangslager verdeutlicht. Dieses Schild steht allerdings weitab der öffentlichen Straße am Ende des alten Flugfeldes. Dort wo die Baracken mit den jüdischen KZ-Häftlingen und den Kriegsgefangenen standen, auf dem Gelände des Tailfinger Sportplatzes, stand bis zum 8. März 2008 kein Schild. In letzter Zeit gab es immer wieder Überlegungen an der Stelle des früheren Lagers eine Gedenkstätte zu errichten. Am 13. September 2007 gab es einen Ortstermin mit Gemeinde- und Ortschaftsrat um diese Überlegungen zu konkretisieren (siehe Mitteilung der Stadt Rottenburg vom 31. August 2007).

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