Flagge von Niederlande

Niederlande

Hauptstadt
Amsterdam
 
Fläche
33.873 km²
 
Bevölkerung
16.367.000
 
pro km²
483 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
15.08.2020
21:02
 
 
+
»
 

Geschichte

Um 1290 baute Reynier van Holy ein Schloss am Fluss Sparne mit dem Namen Heemstede (Heimstatt). Von diesem Schloss ist heute nicht mehr viel übrig, es wird das alte Schloss genannt. Im 14. Jahrhundert entstand um das Schloss ein Dorf.

Durch Schenkungen und Ankäufe erreichte die Herrlichkeit Heemstede eine Ausdehnung, die das Gebiet der heutigen Gemeinde gleichen Namens und der Gemeinde Bennebroek umfasste.

1620 wurde das Herrengut für 36.000 Gulden an den Amsterdamer Kaufmann Adriaan Pauw verkauft. Er machte das Schloss zu seiner Sommerresidenz, baute es aus und kaufte eine teure Sammlung von Tulpenzwiebeln. Er baute Wasserstraßen, eine Schule und eine Kirche. Dank des sauberen Wassers siedelten sich Wäschereien und Bleichereien an: Die Wäsche der reichen Bürger aus Amsterdam, Haarlem und Leiden wurde in Heemstede gewaschen, gebügelt und gebleicht.

1648 ging Pauw als niederländischer Abgesandter zu den Verhandlungen des Westfälischen Friedens in Münster. Nach seiner Rückkehr baute er die Pons pacis (Friedensbrücke) über den Schlossgraben, die heute noch zu sehen ist. Nach seinem Tod wurde Bennebroek 1653 als eigene Herrlichkeit abgespalten.

Im 17. und 18. Jahrhundert wurde Heemstede immer beliebter als Sommersitz für die reichen Kaufleute der benachbarten Städte. Im 19. Jahrhundert schaffte die französische Besatzung und später das Aufkommen der Dampfmaschine erhebliche Probleme für die ansässigen Wäschereien: Immer mehr Arbeitsplätze gingen verloren. In der Mitte des 19.Jahrhunderts wurde Heemstede zunehmend zu einem Zentrum der Blumenzwiebelzucht. 1850 wohnten in Heemstede 2332 Einwohner in 285 Häusern.

Die Entwicklung zur „Schlafstadt“ setzte Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Ausbau von Eisenbahn und Straßenbahn ein, zwischen 1900 und 1940 wurden sehr viele neue Wohnhäuser gebaut.

Basierend auf dem Artikel Heemstede der freien Enzyklopädie Wikipedia unter der GNU Free Documentation License.
Quelle | Autoren und Artikelversionen