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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
20.10.2019
13:07
 
 
+
»
 

Geschichte

Hermsdorf wurde 1256 erstmals urkundlich erwähnt. Der Holzreichtum (Thüringer Holzland) und die verkehrsgünstige Lage (Handelsstraße Naumburg–Regensburg mit Umspanne in Hermsdorf) begünstigten die Entwicklung des Ortes. Mit dem Bau der Bahnstrecke Weimar–Gera begann die industrielle Entwicklung. Der Bau des Autobahnkreuzes der heutigen Autobahnen A 9 und A 4 in den 1930er-Jahren brachte eine weitere Verbesserung der Infrastruktur mit sich.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Arbeitskraft von 3.588 Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern aus 15 europäischen Nationen in der "Hescho", der Hermsdorf-Schomburg Isolatoren GmbH, für Rüstungszwecke ausgebeutet. Darunter befanden sich Kinder aus Polen zwischen acht und 15 Jahren. Der Tod von 140 Kindern und Jugendlichen aus der Sowjetunion zwischen 1941 und 1945 zeugt von der hohen Sterberate. An sie erinnert ein Mahnmal im Park an der Eisenberger Straße.

Die Stadt prägte über viele Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts, vor allem während der DDR-Zeit der Großbetrieb VEB Keramische Werke Hermsdorf (KWH). Zum Betriebsgelände gehörte unter anderem Europas damals größtes Freiluft-Hochspannungs-Versuchsfeld, dessen drei, bis zu 75 Meter hohen und kilometerweit sichtbaren Stahlgitter-Prüfbrücken zum bekanntesten Wahrzeichen der Stadt wurden. Diese Landmarke wurde 1992 durch Sprengung abgerissen.

Am 7. Oktober 1969 erhielt Hermsdorf das Stadtrecht. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Ort mehr als 9.000 Einwohner. Mit der Gewährung des Stadtrechts sollte auch die „erfolgreiche sozialistische Entwicklung“ des Ortes gewürdigt werden.

Basierend auf dem Artikel Hermsdorf (Thüringen) der freien Enzyklopädie Wikipedia unter der GNU Free Documentation License.
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