Flagge von Niederlande

Niederlande

Hauptstadt
Amsterdam
 
Fläche
33.873 km²
 
Bevölkerung
16.367.000
 
pro km²
483 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
16.07.2020
14:56
 
 
+
»
 

Geschichte

Hulst erhielt 1180 Stadtrechte von flämischen Grafen Philipp von Elsass. Die Bevölkerung der Region beschäftigte sich im Mittelalter mit der Salzgewinnung: es wurde Torf ausgegraben, welcher durch die Meeresnähe salzhaltig war; als der Torf verbrannt war, blieb das Salz zurück. Auch Flachs wurde, u.a. beim heutigen Dorf Heikant, damals wie heute angebaut. Hulst entwickelte sich zu einer bedeutenden Festungs- und Hafenstadt, wo u.a. mit Laken gehandelt wurde.

Inzwischen war auf einer kleinen Düne, im Mundart "kling", das Dorf Clinge entstanden. Im Spätmittelalter gab es oft Streitigkeiten zwischen den Grafen von Flandern und den großen Städten dort, wie Gent. Die Hulster standen meistens auf der Seite des Grafen. Das hatte Ende des 15. Jahrhunderts einmal zur Folge, das Truppen der Stadt Gent Hulst einmal einnahmen und vorübergehend besetzten.

Hulst lag im Achtzigjährigen Krieg zunächst (mit einer kurzen Unterbrechung 1591 - 1595) im Gebiet der Katholiken. Die spanischen Erzherzogen Albrecht und Isabella versahen es zwischen 1615 und 1621 mit Festungsanlagen. Der holländische Feldherr Friedrich Heinrich eroberte es jedoch 1645. Das hatte die Einkreisung und Blockierung der Schelde und Antwerpens zur Folge. Die wirtschaftliche Entwicklung von Hulst wurde, da es stark auf Flandern gerichtet war, stark beeinträchtigt. Als 1795 der Hafen auch noch geschlossen wurde (der Wasserlauf zur Schelde war so verlandet, dass keine schiffe mehr hindurchfahren konnten), trat sogar Armut ein. Erst als im 20. Jahrhundert bessere Straßen gebaut wurden, und nach 1950 der Tourismus sich entwickelte, kam der Wohlstand wieder zurück.

Das Dorf St. Jansteen hieß im Mittelalter Sint-Jan ter Steene. Dort stand ein Steen (ein Steinbau, vielleicht ein Schloss oder Turm), und das Dorf war bis 1795 eine Herrlichkeit, von einem Freiherrn verwaltet.

Die ganze Region war bis zum 16. Jahrhundert besät mit Refugien und „uithoven“ (Ausweichhäuser, bzw. Bauernhöfe) der großen Klöster Flanderns, u.a. Ter Doest. Auch in Hulst selbst bauten die Mönche derartige Häuser.

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