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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
27.05.2024
12:43
 
 
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»
 

Geschichte

Im Gebiet der heutigen Johannstadt lag etwa an der Kreuzung von Striesener Straße und
Hans-Grundig-Straße das Dorf Ranvoltitz (deutsch/slawisch Leute des Ramfolg). Die wahrscheinlich von einem deutschen Kolonisten mit Namen Ramfolg gegründete Siedlung wurde 1310 in einer Urkunde Markgraf Friedrichs von Dresden erstmals erwähnt.
Die Bewohner waren Elbfischer oder Ackerbauern. Ein Teil lebte vom Abbau des Lehms, der im Gebiet eines ehemaligen Elbarmes zwischen Dürerstraße und Holbeinstraße zu finden ist.
An der Stelle des Sachsenplatzes befand sich eine Ziegelei.
1735 wurde am Tatzberg ein Galgen eingeweiht.

Im Jahre 1823 wurde auf Initiative von König August I. ein 4,3 Meter breiter Rundweg zwischen den Zollstationen des Dresdner Akziserings (Mautring) angelegt. Dabei handelt es sich um den Vorläufer des 26er Rings, der über die Güntzstraße und den Sachsenplatz am Westrand der Johannstadt verläuft.
Nach dem Bau wurde das Gebiet zwischen Ring und Stadtzentrum als Pirnaische Vorstadt, das Gebiet außerhalb des Rings als Äußere Pirnaische Vorstadt bezeichnet, aus welcher sich die Johannstadt entwickelte.

Während die Pirnaische Vorstadt ab 1813 stark bebaut wurde, galt für die weiter östlich gelegenen Flächen eine Baubeschränkung, um eine ausufernde Bebauung insbesondere in der Umgebung des Großen Gartens zu verhindern. Erst 1874 wurde das Bauverbot aufgehoben.
Die 1872 gegründete Zentralbank für Landerwerb und Bauten kaufte einen großen Teil der Flächen zwischen Großem Garten und Blasewitzer Straße, um spätere Gewinne beim Landverkauf zu erzielen. Aufgrund der schlechten Erschließung, insbesondere der fehlenden befestigten Straße, blieb der Erfolg aus. Im Jahre 1878 übernahm der Bauverein Johannstadt die Flurstücke der insolventen Bank. Die Einweihung der Grunaer Straße als Verbindung zur Innenstadt im Jahre 1880 löste schließlich einen Bauboom aus. In der Folge entstand jene Bebauung, die im Jahre 1945 im Zuge der Luftangriffe auf Dresden zerstört wurde.

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