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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
13.07.2020
13:19
 
 
+
»
 

Geschichte

Der Ort wird erstmals 1374 als "Knauwe villa" als Klosterhof der Benediktiner-Abtei zu Saalfeld urkundlich erwähnt. Mit großer Wahrscheinlichkeit liegen die Ursprünge des Ortes weiter in der Geschichte zurück. Bei archäologischen Untersuchungen nahe des mittelalterlichen Wohnturms des Knauer Rittergutes fand man Scherben aus dem 12. Jahrhundert. Mit großer Sicherheit ging die Kultivierung der ehemaligen Sumpflandschaft von dem Wirtschaftshof des Saalfelder Klosters aus.

Der Ort war zum einen durch Landwirtschaft und Fischzucht geprägt. Untrennbar ist seine Geschichte allerdings mit der des Rittergutes verknüpft, dessen Besitzer stets die Geschicke des Ortes lenkten. Das Rittergut Knau, das 1602 in den Besitz des Esaias von Brandenstein kam, umfasste u.a. auch Plothen, Neudeck, Bucha, Dreba, Schöndorf und Volkmannsdorf.

Nachfolgende Besitzer des Guts waren:
 •Herzogin Maria Amalia: ab 1703
 •Anna Sophie von Einsiedel: um 1725
 •Eajus Rudolf Haubold von Einsiedel, um 1730
 •Johann Georg von Einsiedel, seit 1743
 •Familie von Hoym, 18. Jahrhundert
 •Familie Schmatz, bis 1871
Seit 1871 war das Rittergut im Besitz der Familie Schneider.

Im April 1945 führte ein Gefangenenmarsch von Zwangsarbeitern durch den Ort. Vermutlich wurden zehn Zwangsarbeiter von SS-Männern erschossen und auf dem Friedhof begraben. Ein Steinkreuz erinnert an dieses Geschehen.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Rittergut durch die Bodenreform enteignet. 1952 wurde im Rittergut Knau eine Forschungsstelle für Tierhaltung gegründet. Bis 1991 befand sich in der Nähe von Knau (zwischen Knau und Weira) auch eine der größten Schweinemastanlagen der DDR. Durch in der Regel nicht umweltgerechte Entsorgung von Fäkalien und anderen Abfallstoffen entstand eine massive Umweltschädigung, insbesondere des Grundwassers. 1992 vernichtete ein Großbrand ein Drittel der historischen Bausubstanz des Gutes. 2003 wurde ein Bürgerbegegnungszentrum der Gemeinde in einem Nebengebäude des Rittergutes eingeweiht. Zur Zeit gibt es Bestrebungen des Förderkreises Rittergut Knau, das Gut zu retten.

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