Flagge von Polen

Polen

Hauptstadt
Warschau
 
Fläche
312.685 km²
 
Bevölkerung
38.499.000
 
pro km²
123 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
14.04.2024
04:22
 
 
+
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Geschichte

Die ersten Nachweise über die Orte Groß und Klein Stanisch stammen aus dem 14. Jahrhundert.
Nachdem Stanisch in den Besitz der Grafen Colonna auf Groß Strehlitz gekommen war, entstanden in dem Waldgebiet an der Malapane Hochöfen zur Aufbereitung der dort lagernden großen Mengen an Raseneisenstein. Nachdem bereits 1773 der Ort Carmerau gegründet worden war, entstand eine Arbeitersiedlung um die 1780 vom Philipp Graf Colonna an der Malapane errichtete Eisenhütte, die 1796 den Namen Colonowska erhielt. Die Malapane diente zum Betrieb der Eisenhämmer, ihr Wasser wurde über eine Schleuse in einem acht Kilometer langen Hüttenkanal von Zawadzki direkt zu den Hütten in Colonowska und Vossowska geführt. Die Produkte wurden nach Deschowitz gefahren und dort auf der Oder transportiert. Den zweiten Hochofen ließ Colonna im Jahre 1805 errichten.

Nach Colonnas Tod erbte Andreas Graf Renard die Herrschaft und Hütte. Unter ihm wurde die Hütte weiter vergrößert und es entstand 1836 die Renardchaussee zwischen Oppeln, Colonowska und Peiskretscham, die dem besseren Abtransport des Eisens diente. Dennoch sank Colonowska ab der Mitte des 19. Jahrhunderts als Eisenhüttenstandort hinter Zawadzki zurück.

1921 wurde die Hütte stillgelegt, auch die Gießerei mit 180 Arbeitern ging 1926 pleite.

Der Gutsbesitzer Fürst Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode ließ 1907 eine große Kartonagenfabrik erbauen, zu der auch die Werkssiedlung Palästina gehörte.

Kolonnowska war bis 1945 eine evangelische Diaspora. Verwaltungsmäßig gehörte es dem Landkreis Groß Strehlitz an. Am 3. Juli 1936 erhielt der Ort im Zuge der Umbenennungswelle slawischer Ortsnamen in Schlesien während des Nationalsozialismus den Namen Grafenweiler.

1973 wurde der Nachbarort Fosowskie (Vossowska) eingemeindet und Kolonowskie, das bereits seit 1956 als stadtartige Siedlung galt, erhielt Stadtrecht.

Die holzverarbeitende Industrie ist nach wie vor in Kolonowskie ansässig, die Kartonagenfabrik Packprofil ist der größte Arbeitgeber der Stadt. In den letzten Jahren wirbt die Stadt verstärkt als Erholungsort.

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