Flagge von Polen

Polen

Hauptstadt
Warschau
 
Fläche
312.685 km²
 
Bevölkerung
38.499.000
 
pro km²
123 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
24.07.2024
17:58
 
 
+
»
 

Geschichte

ausgebaut. Seither hatte die Stadt bis 1945 eine ständige brandenburgische bzw. preußische bzw. deutsche Garnison, unterbrochen nur durch die französische Besetzung 1806 bis 1814.

Einen Aufschwung erlebte Küstrin 1857 durch den Anschluss an die Eisenbahn, die westlich der Festung die Oder überquerte. Die Stadt dehnte sich östlich der Festung/Altstadt um die Neustadt aus und entwickelte sich wegen der hier zusammentreffenden Straßen-, Schienen- und Wasserwege zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt, unter anderem an der wichtigen Reichsstraße 1 (Aachen - Berlin - Küstrin - Königsberg); heute endet die Bundesstraße 1 hinter Küstrin-Kietz an der deutsch-polnischen Grenze, setzt aber auf polnischer Seite (Droga krajowa 22, Droga krajowa 31 und Droga wojewódzka 132) Richtung Gorzów Wielkopolski ihren Weg fort.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die meisten militärischen Einrichtungen demontiert. Im Zuge der Wiederaufrüstung des Deutschen Reiches wurden nach 1933 zahlreiche Militärbauten neu errichtet. Außerdem wurden eine Zellstofffabrik und die Deutschlandsiedlung im Stadtteil Kietz gebaut. 1939 zählte Küstrin 24.000 Einwohner. Im Zweiten Weltkrieg wurde insbesondere die Altstadt von Küstrin während der Kämpfe zwischen Wehrmacht und Roter Armee zu 90 % zerstört.

Zunächst waren die Gebiete östlich der Oder und somit auch Küstrin nach dem Krieg sowjetisch besetzt. Gemäß dem Potsdamer Abkommen wurden diese Gebiete unter Einschluss des östlich der Oder gelegenen Küstriner Stadtgebietes Polen zur Verwaltung zugesprochen und die Stadt in Kostrzyn nad OdrÄ… umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde Richtung Westen zwangsausgesiedelt und die Stadt mit Polen aus anderen Landesteilen besiedelt. Während die stark zerstörte Altstadt nach dem Krieg völlig niedergerissen wurde, wurde die Neustadt wieder aufgebaut.

Basierend auf dem Artikel Küstrin der freien Enzyklopädie Wikipedia unter der GNU Free Documentation License.
Quelle | Autoren und Artikelversionen