Flagge von Deutschland

Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
15.04.2024
23:24
 
 
+
»
 

Geschichte

Die slawische Gründung Labenz (aus der slawischen Sprachenfamilie mit deutscher Bemischung für „Schwan“, „fischreicher Fluss“ oder „hart am Wasser gelegen“) liegt an der alten Handelsstraße Lübeck-Hamburg und wurde 1390 erstmals urkundlich erwähnt. Den Ortsmittelpunkt bildet der Mühlenteich, eine Wasserverbindung zwischen Wehrensteich und dem ehemaligen Duvenseer See. Am Mühlenteich stehen heute die Gebäude der alten Wassermühle, die bis ins 20. Jahrhundert in Betrieb war.

Begünstigt durch die hügelige Lage entstanden mehrere Windmühlen. Die größte, eine fünfflügelige, stand auf der Windmühlenkoppel an der Straße nach Lüchow. Diese Jahrhunderte lang das Ortsbild und den Ortsnamen prägenden Elemente Windmühle, Wasser und Schwan spiegeln sich im Ortswappen wieder, das von der Gemeinde 1996 offiziell eingeführt wurde.

Wie die meisten Dörfer hat auch Labenz in den vergangenen 100 Jahren grundlegende Veränderungen erfahren. Anfangs noch eindeutig landwirtschaftlich geprägt, beherrschten im Jahr 1908 noch 41 Bauernhöfe, 13 Handwerksbetriebe und 5 Gastwirtschaften bei insgesamt 76 Wohnungen mit 416 Einwohnern das Ortsbild. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine kontinuierliche Siedlungsentwicklung ein, die ihre Höhepunkte nach der Flüchtlingswelle 1945-1950, nach 1975 sowie nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zu verzeichnen hatte. Sie machte Labenz zu einem Wohndorf. Die Meierei in Labenz schloss 1972 ihre Pforten und wurde zum Wohnhaus umgebaut. Die Siedlungsaktivitäten werden aus Gründen der übergeordneten Landesplanung zunächst etwa 2004 abgeschlossen sein. Labenz wird dann über 300 Wohnungen verfügen. Derzeit gibt es in Labenz bei 817 Einwohnern 8 Bauernhöfe, 28 Gewerbebetriebe und eine Gastwirtschaft mit Pensionsbetrieb. Seit 1994 verfügt Labenz über eine zentrale Ortsentwässerung und eine Versorgung mit Erdgas.

Trotz aller baulichen Entwicklung konnten historisch bedeutsame Bauwerke, Zeugnisse des früheren Bauerndorfes, erhalten bzw. restauriert werden. Die alte Schule wurde nach Einstellung des Schulbetriebes in den 1970er Jahren Heimstätte für den Kinderspielkreis, der 1997 im neu errichteten integrativen Kindergarten aufging. Der Kindergarten befindet sich im Gemeindezentrum Labenz, das aus dem Um– und Ausbau der alten Schule entstanden ist. Das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr ist dort nun als Anbau vorhanden.

Im Gemeindezentrum finden zahlreiche Veranstaltungen des Kulturausschusses, der Feuerwehr, der Wohlfahrtsverbände sowie der örtlichen Parteien und Wählergemeinschaften statt. Das alte Spritzenhaus wurde bis vor kurzem noch von den Jugendlichen des Dorfes als Treffpunkt genutzt.

Basierend auf dem Artikel Labenz der freien Enzyklopädie Wikipedia unter der GNU Free Documentation License.
Quelle | Autoren und Artikelversionen