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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
26.09.2020
03:33
 
 
+
»
 

Sehenswürdigkeiten

 • Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die katholische Pfarrkirche St. Martin in Lamerdingen, die mit ihrem spätbarocken "Laternenturm" ein beliebtes Fotomotiv darstellt. Die Freude der Menschen des Barockzeitalters am Guten und Schönen ist im inneren der Kirche verewigt worden. Der ganze lichtdurchflutete Raum versinnbildlicht Hoffnung, fromme Bewunderung und Zuversicht der Gläubigen, die ihrem Gott damals nicht furchtsam, sondern mit hingebungsvoller Begeisterung gegenübertraten und bereit waren, jedmöglichen Aufwand zu seiner Verherrlichung aufzubringen.
Die Pfarrkirche St. Martin in Lamerdingen wurde um 1500 (Gotik) neben der Vorgängerkirche neu erbaut und in den Jahren 1737–1738 im Stil des Rokoko umgebaut. Aus dieser Zeit stammen die prächtigen Stuckarbeiten im Stil des Frührokkoko von Matthias Stiller aus Ettringen und die Fresken des aus der Augsburger Schule stammenden Malers Johann Georg Lederer. Im Altarraum ist im Hauptfeld die „Himmelfahrt Mariens“ dargestellt. Im Langhaus zeigt das große Deckenfresko „Tod und Verklärung des Hl. Martin“.
Der Hauptaltar (1694) besitzt neben seinem Rokoko Tabernakel (1765) ein gutes Altarbild von barocker Kraft und Fülle von Georg Melchior Schmidtner (1690), das die Aufnahme des Hl. Martins in den Himmel darstellt.

Die Kirche von Lamerdingen zählt mit ihren Kunstwerken (Bildern, Figuren, Altären, Bänken, Stuck und Fresken) und ihrem einheitlichen barocken Erscheinungsbild zu den qualitätvollsten Landkirchen der Region.
Im Untergeschoss des Turmes, der schon zur Vorgängerkirche gehörte befinden sich noch Fresken aus frühgotischer Zeit aus dem 13. Jahrhundert. Diese wurden erst 1954 bei Renovierungsarbeiten entdeckt. Der mächtige, um 1230 erbaute gotische Turm wurde im Jahr 1771 im Stil des ausgehenden Rokoko nochmals um ein Stockwerk erhöht. Unter der eigenwilligen Laternenhaube hängt ein prächtiges, klangschönes Geläute, das als eines der schönsten und schwersten im Ostallgäu gilt.
Die insgesamt 5 Bronze-Glocken mit einem Gesamtgewicht von über 7 Tonnen klingen nach dem doppelten TE DEUM-Motiv. Älteste Glocke ist die „Hl.-Kreuz-Glocke“. Sie stammt aus dem Jahr 1577. Die beiden großen Glocken wurden im Jahr 1985 von der Firma Bachert in Bad Friedrichshall gegossen und ersetzten die im letzten Weltkrieg verlorenen großen Glocken.

 • Das ehemalige Schloss als Amtssitz des Untervogtes wurde um 1700 erbaut, ist heute Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. Es liegt in der Mitte des Dorfes an der Hauptstraße. Im barocken Treppenhaus befindet sich das Wappen des Erbauers Franz Anton v. Imhof.

 • Einen besorderer Reiz bietet das flach auslaufende Wertachtal westlich von Lamerdingen. Hier bieten gut ausgebaute Wirtschaftswege ideale Möglichkeinten zum Rad fahren bzw. Inline-Skaten.

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