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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
28.01.2022
03:43
 
 
+
»
 

Geschichte

Die Burg Lißberg muss um 1200 erbaut worden sein, vermutlich auf einer älteren keltischen Ringwallanlage. Der Name Lißberg wird aber unter der Bezeichnung „Liebesberc“ im Jahr 1222 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der Name änderte sich in der Vergangenheit und kam in den unterschiedlichsten Schreibweisen vor: Liebesberc, Lybesborg, Liebesberg bis zum heutigen Lißberg. Anfang des 13. Jahrhunderts tauchen die ersten Glieder des Lißberger Geschlechts auf.
Die edelfreien Herren von Lißberg gehörten ursprünglich zweifellos zum "hohen Adel", verloren indessen schon früh diese Eigenschaft, vermutlich durch unebenbürtige Heiraten, was schon daraus zu schließen ist, dass 1323 Rupert von Buches, also ein dem Ritterstand Angehöriger, als consanguineus Werners von Lisberg bezeichnet wird. (Orig. St. A. Darmst.).
Sehr auffallend ist, dass ein einst edelfreies Geschlecht erst so spät urkundlich auftritt wie die Lißberger. Das lässt Abstammung von einer anderen bekannteren Familie vermuten. Simon (Isenburg-Büdingen II S. 12) sieht sie als direkte Nachkommen Werners von Ortenberg an, wofür nur die Nachbarschaft der Besitzungen spricht.
Wahrscheinlicher ist, dass eine Tochter Werners von Ortenberg die Stammmutter der Lißberger war.
Die Vornamen derer von Lißberg Heinrich, Bertold und Hermann sowie das Wappen könnten auf Katzenelnbogen, etwa einen jüngeren Bruder Dieters III. von Katzenelnbogen als Stammvater hinweisen, doch fehlt es an weiteren Anhaltspunkten für diese Vermutung.
Die Lißberger lebten hauptsächlich von ihren Zolleinnahmen. Zu dieser Zeit gab es zwei sich bekämpfende Lager, die Erzbischöfe und die Staufer. Wegen ihrer schwachen Stellung schlossen die Lißberger sich vermutlich den mächtigen Ziegenhainer Grafen an und führten ihre Burg deshalb nur als Lehen.
Das Lißberger Geschlecht starb mit Friedrich 1396 aus.

1604 erlangte Lißberg Stadtrechte, die sie jedoch im Laufe der Zeit wieder verlor.

Als 1874 der Landkreis Nidda aufgelöst wurde, wurde Lißberg zusammen mit dem größten Teil des Altkreises in den Landkreis Büdingen aufgenommen. Mit den Reformen von 1972 verlor Lißberg seine Selbständigkeit und wurde Ortsteil von Ortenberg und Teil des neu gegründeten Wetteraukreises.

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