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Österreich

Hauptstadt
Wien
 
Fläche
83.859 km²
 
Bevölkerung
8.205.000
 
pro km²
98 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
24.01.2020
00:53
 
 
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Geschichte

Zur Zeit des Römischen Reiches verlief eine wichtige Römerstraße durch Mauterndorf über den Radstädter Tauern. Heute sind im Ort Römersteine aus dieser Zeit zu sehen. Etwa an der Stelle, an der heute die Burg steht, existierte schon damals ein römisches Kastell. 1023 geriet der Ort unter die Herrschaft des Erzbischofs von Salzburg. Im 13. Jahrhundert wurde vom Salzburger Domkapitel eine Mautstelle errichtet, daher auch der Name Mauterndorf. 1253 wurde der Bergfried der Burg errichtet. Im 15. Jahrhundert wurde die Burganlage von Erzbischof Leonhard von Keutschach und Dompropst Burkhard von Weißpriach erweitert. Sie diente dem Domkapitel als Administrationszentrum. 1806 ging sie in Staatseigentum über.

Im Jahr 1894 wurde die Burg durch Hermann von Epenstein, einem reichen Militärarzt aus Berlin erworben und vor dem Verfall gerettet.

Die Burg gehörte, durch Schenkung der Witwe seines verstorbenen Taufpaten und Ziehvaters Epenstein, 1939 bis 1945 Hermann Göring. Göring, der in jungen Jahren oft bei seinem Patenonkel auf der Burg gewohnt hatte, hielt sich später hier wenig auf, wollte aber bei Kriegsende nach Mauterndorf flüchten. Wegen der Finanzierung des Baus von Wasserleitungen für Mauterndorf wurde er Ehrenbürger der Gemeinde. Diese Ehrenbürgerschaft wurde ihm bis heute nicht offiziell aberkannt. Der Bürgermeister von Mauterndorf Wolfgang Eder hält eine Aberkennung nicht für sinnvoll, denn mit Görings Tod sei die Ehrenbürgerschaft ohnehin erloschen.

1968 erwarb das Land Salzburg die Burg und renovierte diese von 1979-1982 mit einem Kapital von 20 Millionen Schilling (ca. 1,5 Mio. Euro).

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