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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
27.05.2024
06:00
 
 
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Geschichte

Einige Ortsteile der heutigen Stadt Sundern wurden im Zusammenhang mit dem Aufbau der Kirchenorganisation durch das Erzbistum Köln erstmals erwähnt. So gab es in Endorf einen bedeutenden, dem zu Beginn des 10. Jahrhundert gegründeten Stift Meschede gehörenden Hofverband. Auch die Arnsberger Grafen hatten etwa in Seidfeld, Amecke oder Hennighausen erhebliche Besitzungen, die 1165 erstmals erwähnt wurden. In der Phase des Landesausbaus der Grafschaft Arnsberg wurden die Freiheiten Stockum (976), Hagen (1296), Sundern (vor 1310) und Langscheid (1307) gegründet. Nach dem Übergang der Grafschaft an das kurkölnische Herzogtum Westfalen erhielt Allendorf (1407) sogar Stadtrechte. Während die Orte Allendorf, Sundern, Hagen, Hachen und Langscheid bei den Landtagen des Herzogtums Mitglied der Städtekurie waren, waren aus dem Gebiet Sundern die Freiherrn von Wrede (Amecke) und von Plettenberg (Stockum) in der Ritterkurie vertreten.

Im Mittelalter erhob Sundern den Anspruch auf Zugehörigkeit zur Hanse, der allerdings stets umstritten blieb. In der frühen Neuzeit war das Gebiet der heutigen Stadt Sundern ein Zentrum des Bergbaus und der Eisenverhüttung. Überreste der frühen Bergbauindustrie finden sich noch in der sog. Hermannszeche im Stadtteil Allendorf und in dem in Mineralsammlerkreisen sehr bekannten ehemaligen Bleibergwerk "Churfürst Ernst" in Bönkhausen. Mit der Industrialisierung brachen diese Einkommensquellen weitgehend zusammen. In Teilen des heutigen Stadtgebiets kam es zur Reagrarisierung und zu starken Abwanderungsbewegungen. Vor allem mit dem Bau der Röhrtalbahn begann in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung gestützt auf die metallindustrielle Fertigwarenproduktion.

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