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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
26.02.2020
21:08
 
 
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»
 

Geschichte

Waldstetten wird 1275 als Walhstetten erstmals im Liber decimationis des Bistums Konstanz erwähnt, zu dem damals die katholische Pfarrei St. Laurentius zählte (heute Diözese Rottenburg-Stuttgart). Der Ortsname könnte „Siedlung des Wal(a)h“ oder „Siedlung der Welschen“ bedeuten (Reichardt II, S. 273).

Waldstetten gehörte im Mittelalter zum Besitz der Herren von Rechberg, deren Burg auf dem Eichhölzle im Städtekrieg 1449 von den Reichsstädten zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde. Auf dem Heimweg wurden die Gmünder in der Schlacht bei Waldstetten vernichtend geschlagen.

Zur rechbergischen Herrschaft Waldstetten gehörte von den heutigen Teilorten nur der Weiler Stoffel (1393: ze Stoffeln). Das 1605/11 von Hans Philipp von Rechberg erbaute Schlösschen wurde schon im Dreißigjährigen Krieg 1643 zerstört. An seine Stelle trat ein Amtshaus.
Das Rittergut Waldstetten blieb bis 1672 rechbergisch, als Hans Wolf von Rechberg zu Rechberghausen und Waldstetten es für 35.500 Gulden an Joachim Gottfried Graf von Grafeneck (zu Eglingen bei Heidenheim) verkaufte: „Gebäude und Güter 10,140 fl. [Gulden], beständige Gefälle 902 fl., unbeständige 494 fl.; dazu alle Obrigkeit und Gerichtsbarkeit, jus patronatus und leibeigene Leute“ (OAB S. 449). Der Sohn des Käufers Gottfried Anton verkaufte Waldstetten 1699 dem Stiftskapitel der Fürstpropstei Ellwangen, Graf Franz Albert von Rechberg, der ein Vorkaufsrecht geltend zu machen versuchte, hatte das Nachsehen. Mit Ellwangen kam Waldstetten 1802/03 an Württemberg. Der Ort wurde dem Oberamt Gmünd zugeteilt.
Im 18. Jahrhundert kam das Handwerk der Pfeifenmacherei auf (1790/1800 waren 60 Meister damit beschäftigt). In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beeinflusste das Gewerbe im benachbarten Gmünd die Waldstetter Wirtschaft, als man Beindreherei betrieb, Neusilberarbeiten fertigte und Pfeifenköpfe schnitzte.

Das 1824 erteilte Marktrecht (für Vieh- und Krämermarkt) ruht derzeit. Über den Landkreis Schwäbisch Gmünd (seit 1934) kam Waldstetten durch die Kreisreform 1973 an den neuen Ostalbkreis.

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