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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
23.02.2020
02:52
 
 
+
»
 

Geschichte

Der Berg, auf dem Breisach liegt, war Sitz eines Keltenfürsten. Die Römer unterhielten auf dem „mons Brisiacus“ ein Hilfskastell.

Als Stadt im heutigen Sinne wurde Breisach 1185 von den Staufern gegründet. Zu dieser Zeit war aber eine Siedlung (mit Kirche) bereits vorhanden. Eine Breisacher Münze aus dem 11. Jahrhundert wurde auf den Färöern im Münzfund von Sandur entdeckt.

Im frühen 13. Jahrhundert wurde mit dem Bau des St. Stephansmünster begonnen. Im frühen 16. Jahrhundert war Breisach die maßgebliche Reichsfestung am Oberrhein. Am 17. Dezember 1638 eroberte der von Frankreich mit Subsidien ausgestattete Bernhard von Sachsen-Weimar die von Kaiser Ferdinand III. (HRR) bzw. Stadtkommandant Freiherr von Reinach mit allen Mitteln verteidigte Stadt. Breisach war von August bis Dezember (8 Monate) belagert und ausgehungert worden. Bernhard versuchte, sie zum Mittelpunkt eines eigenen neuen Territoriums zu machen. Nach dem Tode Bernhards 1639 übergab sein General die Stadt an die Franzosen, die sie als eigene Eroberung betrachteten. Im Westfälischen Frieden 1648 fiel Breisach auch de iure an Frankreich.

Nach 1670 wurde Breisach Sitz einer (französischen) Reunionskammer. Im Frieden von Rijswijk 1697 gab Frankreich Breisach zurück, eroberte es aber sogleich zu Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs erneut (6. September 1703, Heerführer Louis de France, der „Petit Dauphin“). Mit dem Rastatter Frieden am 7. März 1714 wurde Breisach wieder kaiserlich. Frankreich hatte unterdessen ab 1698 auf dem linken Rheinufer gegenüber von Breisach eine eigene Festung (Neuf-Brisach) errichtet, die seit 1700 verteidigungsbereit war. 1790 gehörte Breisach zu Vorderösterreich und war dort dem Oberamt Breisgau zugeordnet. In den Revolutionskriegen 1793 wurde Breisach weitgehend und nachhaltig zerstört und anschließend 1805 dem neu gebildeten Großhezogtum Baden einverleibt.

 • 1940 – Deportation der letzten in Breisach lebenden Deutschen jüdischen Glaubens am 22. Oktober nach Gurs.

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