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Deutschland

Bundesrepublik Deutschland

Hauptstadt
Berlin
 
Fläche
357.027 km²
 
Bevölkerung
82.716.000
 
pro km²
232 Einwohner
 
BIP/Einwohner
US-$
 

Datum & Zeit
15.12.2019
12:34
 
 
+
»
 

Wirtschaft

Seit dem Mittelalter wird Iserlohn von der Metallverarbeitung geprägt. In der Stadt wurden Rüstungen und später Draht hergestellt. Seit 1690 entwickelte sich die Nadelherstellung zum wichtigsten Gewerbe. Iserlohner Nadeln wurden weltweit exportiert. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Iserlohn zusammen mit Altena und Lüdenscheid eines der wichtigsten metallverarbeitenden Gewerbezentren in Deutschland. Auch heute noch ist die Iserlohner Wirtschaft von der Eisen- und Metallerzeugung und Metallverarbeitung sowie einer überwiegend mittelständischen Betriebsstruktur gekennzeichnet.

Die wichtigsten Iserlohner Unternehmen in der Metallweiterverarbeitung sind die „Kettenwerke Thiele“ als größtes Kettenwerk Europas und die Kirchhoff Witte GmbH als ein bedeutender Automobilzulieferer. Im weitesten Sinn in diesem Bereich sind noch die Aloys F. Dornbracht GmbH & Co. KG (Armaturen) und die WILA Lichttechnik GmbH (Beleuchtungsanlagen) zu nennen. Traditionsreich ist auch die Herstellung von Bakelitprodukten bei Hexion, ehemals Bakelite AG.

Im Bereich der Herstellung von Bürobedarf sind die Firmen Brause GmbH (Hersteller von Schreibfedern und Büromaterial) und DURABLE Hunke & Jochheim GmbH & Co. KG (Büroartikel) tätig. Aus dem Gesundheitswesen sind die Firma MEDICE als Arzneimittelhersteller und die „GGT Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik GmbH“ (Gesundheitstechnik) erwähnenswert. Auch die Entsorgungswirtschaft ist mit der Firma Lobbe Holding GmbH & Co. KG in der Stadt vertreten.

Eine lange Geschichte hat auch die Privatbrauerei Iserlohn. Nachdem diese Tochter des Konzerns Brau und Brunnen vor dem Ende stand, wurde sie 2003 von drei Kaufleuten aus der Stadt übernommen und als Privatbrauerei weitergeführt.

Die Aufgabe des Bundeswehrstandortes hat den Einzelhandel seit Ende der 1990 Jahre negativ beeinflusst. Obwohl die Zahlen der Beschäftigten im tertiären Sektor unterdurchschnittlich sind, ist Iserlohn ein wichtiger Dienstleistungsstandort im Märkischen Kreis. Im Jahr 2006 waren in Iserlohn 29.149 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Davon waren im verarbeitenden Gewerbe 11.210 Personen tätig. Im Bereich Energie, Wasser und Bau waren es 1.487, bei Dienstleistungen 12.288 und im Handel mit 3.982 Beschäftigte .

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